Ayurveda

Wie wir gesund bleiben, gesund werden und die Wurzel einer Erkrankung finden…
Ayurveda – Die Lehre für ein Leben in Einklang und Harmonie

Fühlst du dich manchmal energielos, müde, gereizt, schnell gestresst, einfach nicht ganz in deiner Kraft?
Bist du morgens müde, ist deine Verdauung träge oder zu aktiv? Hast du Schmerzen, Erkrankungen körperlich oder psychisch? Ist deine Haut trocken oder unrein, nimmst du mehr zu als du möchtest? Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass deine Doshas aus dem Gleichgewicht geraten sind. In unserer modernen Welt haben wir zum großen Teil verlernt im Einklang mit der Natur zu leben, und die Sprache unseres Körpers zu verstehen. Unser Körper kommuniziert ständig mit uns, er gibt uns Zeichen, sagt uns wenn etwas nicht stimmt. Um dem Körper richtig zuzuhören bedarf es eines achtsamen, liebevollen und bewussten Umgang mit uns selbst. Diese Kompetenz ist bei vielen von uns im Laufe des Lebens abgestumpft oder in Vergessenheit geraten. Doch wir können uns wieder daran erinnern! Und ich freue mich, wenn ich dich auf diesem Weg begleiten darf. 

Im Rahmen deiner individuellen ayurvedischen Beratung bei mir erfährst du: 
– Deine Konstitution und was du tun kannst um deine Doshas in Balance zu bringen bzw. im Gleichgewicht zu bleiben.
– Ich suche mit dir gemeinsam nach der Ursache, also der Wurzel eines eventuellen Ungleichgewichts.
Meine Beratung ersetzt jedoch keine ärztliche Behandlung. 
– Du lernst die Sprache deines Körpers besser zu verstehen, Anzeichen zu erkennen und bewusst mit ihm in Kontakt zu treten.
– Ich befähige dich, die Doshas selbst zu spüren und deren Kraft in dir wahrzunehmen.
Dies ist wichtig, damit du dir langfristig selbst helfen kannst. 
– Ich berate dich in Bezug auf Ernährung, Körperreinigung, Entgiftung, Körperpflege, Philosophie
und Bewegung inkl. therapeutischer Yogapraxis falls erwünscht. 

Im weiteren Text erfährst du mehr über die einzelnen Doshas und wie sie unser Leben beeinflussen.

Alles was auf dieser Welt in Form existiert besteht aus kleinsten Teilchen die durch die Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft (Wind) und Äther miteinander verbunden sind und durch diese beeinflusst werden. So bilden diese Energien unsere Welt (die Berge, Flüsse, Pflanzen, etc.) und unseren Körper. Ich bestehe also aus den gleichen Teilen, wie meine Umgebung, nur in unterschiedlicher Zusammensetzung.
Ich bestehe auch aus Atomen die mithilfe der Energien der Elemente eine Form annehmen und ihre Aufgaben erfüllen (Stoffwechsel, Verdauung, Bewegung, feste Bestandteile etc.).
Daher ist es sehr verständlich, dass die externe Welt unmittelbaren Einfluss hat auf mein körperliches Befinden. Wenn sich die Kräfte der Elemente innerhalb des Körpers oder außerhalb verändern, kann der Körper ins Ungleichgewicht geraten (Krankheit).
Mithilfe der jahrtausendealten Lehre des Ayurveda können wir lernen unseren Körper besser zu verstehen und die Elemente, welche in Form von drei Doshas im Körper im Wechselspiel sind, auszugleichen und somit Gesundheit zu erhalten.

Jeder Mensch hat seit seiner Geburt eine Grund-Dosha-Konstellation, das heißt in welchem Verhältnis die drei Doshas in dir wirken. Das Wissen um die eigene ganz individuelle Natur ist ein großer Schatz. Dieses Wissen hilft dir bessere Entscheidungen zu treffen und ein gesundes und ausgeglichenes Leben zu führen.

Im Folgenden beschreibe ich die Eigenschaften der drei Doshas genauer.

Vata:

Das Dosha Vata wird aus Äther und Luft gebildet. Es ist verantwortlich für die körperliche sowie geistige Beweglichkeit bzw. Anpassungsfähigkeit. Es bildet die Energie, die es den Zellen ermöglicht miteinander zu kommunizieren um Bewegungsabläufe, Atmung und körperliche sowie psychische Empfindungen wahrzunehmen. Das vegetative Nervensystem, sowie die Wahrnehmung über die 5 Sinne und die Reaktion darauf steuert Vata. Richte deine Aufmerksamkeit für einen Moment auf den Fluss deiner Atmung, spüre deinen Ein- und Ausatem.
Die gleiche Energie ermöglicht die Blutzirkulation, unser denken, träumen und sprechen.
Das ist die Energie von Vata, das Prinzip der Bewegung. Auf psychischer Ebene macht es uns begeisterungsfähig, lebensfroh, kreativ, mitfühlend und sensibel, vor allem wenn es im Gleichgewicht ist. 

Kennzeichen eines Menschen dessen Grundkonstellation von Vata geprägt ist:
Körperbau leicht und feingliedrig, Gelenke und Knochen zart, die Haut kleinporig oft trocken. Die Betroffenen sind unschlüssig in ihren Entscheidungen, wechseln die Ansichten häufig, sind schnell zu begeistern aber sie leben und handeln sprunghaft. Diese Menschen besitzen eine gute Auffassungsgabe, vergessen Erlerntes aber auch leicht wieder. Sie sind mit allem rasch fertig, da sie sich nicht gern langfristig auf eine Sache einlassen. Sie sind auch meist etwas chaotisch und immer in Bewegung, motiviert und begeisterungsfähig. Sie freuen sich am Leben und daran Neues zu erlernen. Sensibilität, Intuition und Mitgefühl sind weitere Stärken.

Charakteristika von Vata: trocken oder reibend kalt, leicht, fein und durchdringend, beweglich oder fließend, klar und nicht klebrig.

Was erhöht Vata und bringt es aus dem Gleichgewicht?
Einseitige Ernährung, Lebensmittel und Gewürze die kühlend im Körper wirken, eingleisiger Lebensstil, kalte leichte trockene Mahlzeiten, zu viel Aktivität, Ausdauersport, langes lautes Sprechen, Vata steigt vor allem zw. 2-6 Uhr nachts und 14-18 Uhr nachmittags, an kalten und windigen Tagen (Herbst) und im Alter. Psychisch bringen Ängste und Unsicherheiten Vata aus der Balance.

Vata verursacht die meisten Krankheiten, dies kann schwerwiegende Folgen haben wenn das Nervensystem gestört ist.
Dann treten folgende Beschwerden auf: allgemeine Schwäche, Untergewicht, Steifheit, Lähmungen, kalte Hände/Füße, Schlafstörungen, Drehschwindel, Nervenkrankheiten, Ischias, Wirbelsäulenprobleme, trockene Haut auch Schleimhäute, rissige Nägel, trockene schuppige Haare, Schuppenflechte, Neurodermitis, Verstopfung, Blähungen, Störungen im Bewegungsapparat, Gelenkschmerzen, knackende Gelenke, Arthritis, Arthrose, Rheuma, Gicht, Osteoporose, Konzentrationsstörungen, Nervosität, irreale Ängste, ständige Furcht; 

Wie kann Vata gesenkt bzw. reguliert werden? Besonders Hitze und warme Feuchtigkeit reduzieren Vata, das gilt sowohl für Speisen und Heilpflanzen als auch für Therapien. 

Da Vata in ca. 80% aller Fälle ursprünglich verantwortlich ist das Pitta oder Kapha aus dem Gleichgewicht geraten, ist es besonders wichtig zu lernen, Vata zu kontrollieren. Jedoch sind auch die Möglichkeiten in welcher Form Vata aus dem Gleichgewicht kommen kann, so vielfältig wie die Menschen unterschiedlich sind. Von daher ist es sehr sinnvoll eine persönliche ayurvedische Beratung in Anspruch zu nehmen um zu sehen wie es speziell in deinem Fall ist. 


Pitta:

Das Dosha Pitta setzt sich aus dem Element Feuer und einem geringen Teil Wasser zusammen. Es steuert die Energiegewinnung und jegliche Verarbeitung durch den Organismus und das Gehirn, also den kompletten Stoffwechsel, die Verdauung der Nahrung (Aufspaltung), Körpertemperatur, Wärmehaushalt und geistige Leistung. Pitta ist das energiereichste Dosha, während Vata die Aktivität ankurbelt, verleiht Pitta allen Handlungen die notwendige Kraft. Zusammen führen sie zu großen Leistungen. Da sich eine gute Verdauung an der Haut zeigt, deuten ein strahlendes Aussehen und ein makelloses Gesicht auf ein ausgeglichenes Pitta hin.

Kennzeichen eines Menschen dessen Grundkonstellation von Pitta dominiert ist:
Mittelstarkes Knochengerüst neigen weder zu Unter- noch zu Übergewicht. Sehr gute Verdauung selbst schwer verdaulicher Speisen, keine große Ausdauer, Knochengerüst und Gelenke sind nicht stark belastbar, rasche Entscheidungsfähigkeit, bleiben bei einmal gefällten Ansichten und besitzen Durchsetzungsvermögen, Begeisterung, Enthusiasmus, geistige Schärfe und Mut sind Zeichen für ein gesundes Pitta.

Typische Pitta-Eigenschaften sind:
heiß, scharf, weich, flüssig, beweglich, subtil, wenig ölig, nicht schleimig, trocken. 

Beispiele für Pitta erhöhende Lebensmittel, Gewürze und andere Faktoren:
Wärmende Gemüse wachsen meist zur kalten Jahreszeit (die meisten Wurzelgemüse);
Wärmende Gewürze wie Ingwer, schwarzer Pfeffer, Oregano, Rosmarin, Kurkuma, jeglicher Pfeffer, Honig (nie kochen), Chilli, Rohrzucker. Dynamische Sporteinheiten, warme Temperaturen, psychische Belastungen wie Stress, Ärger, Wut. 

Reduktion des Pitta:
Personen sollten kühle, schwach gewürzte Speisen essen und viel Aktivität vermeiden, vor allem bei Hitze. Feste Essenzeiten einhalten ist ganz wichtig. Kühlende Gemüsesorten und Gewürze die im Sommer wachsen, sowie generell süße, bittere und herbe Lebensmittel tun dem Pitta-Typen sehr gut.

Krankheiten durch erhöhtes Pitta:
Pitta steigt im Hochsommer, im warmen bis heißem Klima und dem 15. – 50. Lebensjahr ebenso zu den Tageszeiten 10-14 sowie 22-2 Uhr. Erste Anzeichen für ein übermäßig gesteigertes Pitta sind eine gelbliche oder rötliche Hautverfärbung, ein ungesunder Gesamteindruck, Augenerkrankungen und Gefühle wie Zorn, Wut, Ärger.
Im späteren Verlauf: Verdauungsstörungen, Darmentzündungen, Durchfall, Übersäuerung, Schlackenansammlung, Sodbrennen, Magen- und 12-Fingerdarmgeschwüre, Lebererkrankungen, Gelbsucht, Blutunreinheiten, Entzündungen jeder Art, Hautunreinheiten, Akne, Furunkel, Geschwüre, Infektionen, entzündliches Rheuma, unnatürliche Hitzeentwicklung, Fieber, brennende Schmerzen (Blasenentzündung, Sonnenbrand, Verbrennungen), Kopfschmerzen, Sehstörungen, Wut, Zorn, Aggression, zu große unrealistische Ambitionen werden bei zu viel Pitta aufgebaut es folgen Enttäuschung und Frustration.


Kapha:

Das Dosha Kapha besteht aus den Elementen Erde und Wasser. Das Wort bedeutet Schleim und weist auf die hauptsächliche Erkrankung oder das Symptom hin, welches auftritt, wenn Kapha erhöht ist. Dieses Dosha garantiert, dank dem festen Erdanteil, Festigkeit und Beständigkeit auf körperlicher, psychischer, emotionaler und geistiger Ebene. Es kann ohne den Einfluss von Pitta und Vata nicht aus dem Gleichgewicht geraten. Es wird also nur gestört wenn zuerst eine Störung in Pitta oder Vata besteht. Es gibt allem Existierenden, sei es lebendig oder nicht, seine feste Form und innere Struktur. Die Festigkeit eines Skeletts, wie auch die psychische Standfestigkeit eines Menschen, hängen von Kapha ab. Es steuert die Zellerneuerung, Regeneration und gesundheitliche Widerstandskraft.

Kennzeichen eines Menschen dessen Grundkonstellation von Kapha dominiert ist:
Starke Knochen, neigen zu körperlicher Fülle, kräftig, belastbar, psychisch stabil, gute Kondition, stark ausgeprägte sexuelle Kraft, langsam in den Handlungen, langes Durchhaltevermögen, gute Immunabwehr, Ausdruck und Gestik sind gleichförmig, arbeitet methodisch jedoch standardisiert. In Indien gilt Kapha als die erfolgsversprechende Kraft im Menschen, da sie uns wohlüberlegt und gründlich agieren lässt. Diese Menschen bevorzugen einen ruhigen, gleichmäßigen Lebens- und Arbeitsstil, sie sind Familienmenschen, gutmütig, ausgeglichen,
der Fels in der Brandung. 

Kapha besitzt die Eigenschaften: schwer, kalt, ölig, fettig, trüb, schleimig, grobstofflich, unbeweglich, stabil. 

Reduktion von Kapha:
Warmes und leichtes Essen, immer fettfrei, nie schwer essen, trinken von klaren zuckerfreien Flüssigkeiten, reichlich Bewegung und Sport, wenig Salz verwenden; Am Abend wenig und leicht essen, scharfe bittere und adstringierende Lebensmittel und Gewürze bringen Kapha ins Gleichgewicht.

Kapha Aromaöle zum Ausgleich: Rosmarin, Eukalyptus, Kampfer, Weihrauch (würzige, scharfe, bittere, erwärmende Düfte)

Was erhöht Kapha:
z.B. Vollmilch, Guave, Kokosmilch, Kürbis, Banane, Käse und alle Milchprodukte, Ghee, fettige+ölige Speisen, Süßigkeiten, wenig Bewegung, viel Schlaf, langes Sitzen und sitzende Tätigkeiten z.B. im Büro.

Kaphabedingte Krankheiten:
Ein stabiles Kapha ist entscheidend für die Gesundheit. Es kann im ausgewogenen Verhältnis zu den anderen Doshas gegen Krankheiten stärken. Ein zu niedriges Kapha – meist verbunden mit einem zu hohen Vata – schwächt die Widerstandsfähigkeit. Jetzt können Krankheiten ausbrechen. Wenn Kapha im Krankheitsfall ausgeglichen wird, dann treibt dies die Heilung schneller voran.

Kapha beherrscht die Kindheit sowie Jugend, Kapha-Tageszeiten sind 6-10 und 18-22 Uhr. Das Dosha wird von außen stark verstärkt durch feuchtes, nasses, kaltes Wetter (April und November).

Erste Anzeichen für ein angestiegenes Kapha sind ein blasses Gesicht, weißliche Nägel, kühle Haut, Schnupfen, trüber Urin, leichter Juckreiz, Verstopfung, Versteifungen, Verschleimungen, Heuschnupfen, Schwellungen, Wasseransammlungen wie Ödeme, Eiterungen, Übergewicht.

Ist ein von Kapha Geprägter einmal erkrankt, hat er Schwierigkeiten sein natürliches Gleichgewicht wiederzufinden. Die Tendenz in sich zu ruhen steht hier der positiven Veränderung im Weg. Typisch sind zudem latente Müdigkeit, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit, Lethargie, Verstimmungen und Depressionen.

Wenn die Doshas hingegen im Gleichgewicht sind, fühlt der Mensch sich energievoll und gesund.
* Die Hormone sind in Balance und wir fühlen uns verliebt ins Leben und verliebt in uns.
* Wir sind in der Lage unsere Träume aktiv zu verwirklichen und selbstbewusst durchs Leben zu gehen.
* Grobstoffliche Nahrung und feinstoffliche Reize können besser verdaut und verstoffwechselt werden.
Das heißt, es schadet uns dann nicht, wenn wir unseren Ernährungsplan mal entspannter verfolgen oder mehr Stress ausgesetzt sind.
Im Ungleichgewicht hingegen kann uns dies körperlich und psychisch schneller aus der Bahn werfen und Symptome verursachen.

Es geht darum zu lernen unseren Körper und unsere individuellen Bedürfnisse wieder zu spüren.
Durch Bewusstheit stellt sich ein gesundes Leben ohne Mühe, wie von selbst ein. 

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